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    <title>Welt am Draht - Rainer Werner Fassbinder</title>
    <link>http://weltamdraht.antville.org/</link>
    <description>fassbinder</description>
    <language>en-US</language>
    <pubDate>Fri, 05 Dec 2008 17:48:03 GMT</pubDate>
    <dc:date>2008-12-05T17:48:03Z</dc:date>
    <dc:language>en-US</dc:language>
    <item>
      <title>CLIP FROM FASSBINDER"S WORLD ON A WIRE</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/1791861/</link>
      <description>&lt;object width="425" height="355"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2Np9e1E7khI&amp;amp;hl=en"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/2Np9e1E7khI&amp;amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 05 May 2008 17:27:32 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2008-05-05T17:27:32Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kraftwerk - Wir sind die Roboter</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/1683048/</link>
      <description>&lt;object width="425" height="350"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OTcwiIv0Wno"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/OTcwiIv0Wno" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
endlich mal ein Ausschnitt aus dem Film...........&lt;br /&gt;
Viel Spass</description>
      <pubDate>Wed, 29 Aug 2007 20:01:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
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    </item>
    <item>
      <title>Welt am Draht - sind wir noch drausen oder sind wir schon drin ?</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/1138410/</link>
      <pubDate>Mon, 06 Jun 2005 01:14:33 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>falkenfeder</dc:creator>
      <dc:date>2005-06-06T01:14:33Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>GEFÜHLTE WIRKLICHKEIT</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/977563/</link>
      <description>16.11.2004  back again.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebt die Menschheit in der Matrix? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Markus Becker  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eine nahezu wundersame Verkettung von Zuf&amp;auml;llen scheint das Leben im Universum zu erm&amp;ouml;glichen. Auf der Suche nach einer Erkl&amp;auml;rung sind Philosophen auf eine bizarre Idee verfallen: Sind wir nur k&amp;uuml;nstliche Wesen in einer gigantischen Computersimulation? Durchaus m&amp;ouml;glich, glauben selbst renommierte Wissenschaftler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="117" width="180" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/matrix.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
REUTERS&lt;br /&gt;
Filmszene aus "Matrix Reloaded": Sind wir alle nur Teil einer Computersimulation? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einen christlichen Gott mochte der "Vater des Urknalls" nie glauben. Doch Fred Hoyle, der den Begriff von der explosiven Geburt des Alls in die Welt gesetzt hat, hielt einen Zufall bei der Entstehung des Lebens f&amp;uuml;r unm&amp;ouml;glich. Wer die Fakten n&amp;uuml;chtern betrachte, m&amp;uuml;sse feststellen: "Eine Super-Intelligenz hat Physik, Chemie und Biologie manipuliert", schrieb Hoyle 1954 im Fachblatt "Astrophysics Journal Supplement". Jemand habe die Gesetze der Kernphysik mit Absicht konstruiert, um bestimmte Vorg&amp;auml;nge im Innern der Sterne herbeizuf&amp;uuml;hren - insbesondere die Entstehung von Kohlenstoff, der das Leben in der uns bekannten Form erst erm&amp;ouml;glicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Meinung stand der vor drei Jahren verstorbene Hoyle keineswegs allein. Auch andere renommierte Kosmologen und Astrophysiker m&amp;ouml;gen angesichts der Tatsache, dass die Naturgesetze und -konstanten nahezu ideal auf die Entstehung von Leben ausgerichtet zu sein scheinen, nicht an einen Zufall glauben. Das Problem: Wie erkl&amp;auml;rt man das Ph&amp;auml;nomen, ohne einen Sch&amp;ouml;pfergott ins Weltbild einzubauen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Universen, viele Intelligenzler   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine M&amp;ouml;glichkeit ist die Multiversum-Theorie, 1957 aufgestellt vom US-Physiker Hugh Everett. Demnach ist unser All ist nur eines von unendlich vielen, unter denen sich zwangsl&amp;auml;ufig auch ein so wohnlicher Weltraum wie der unsere befindet. So weit, so elegant - h&amp;auml;tte die Multiversum-Theorie nicht eine bizarre Folge, die von einer zunehmenden Zahl seri&amp;ouml;ser Philosophen, Mathematiker und Astrophysiker ernsthaft in Betracht gezogen wird: Die Menschen k&amp;ouml;nnten keine Wesen aus Fleisch und Blut, sondern nur Figuren in einer gigantischen Simulation sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="180" width="128" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/matrix1.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
AP&lt;br /&gt;
Britischer Astronom Hoyle: "Eine Super-Intelligenz hat Physik, Chemie und Biologie manipuliert" &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter unendlich vielen Universen, so die Anh&amp;auml;nger dieser Simulationstheorie, m&amp;uuml;sste es auch Welten geben, die von technisch hoch entwickelten Zivilisationen bev&amp;ouml;lkert sind. Und deren Computer verf&amp;uuml;gen &amp;uuml;ber gen&amp;uuml;gend Rechenpower, um ganze Universen inklusive intelligenter Bewohner zu simulieren. Der britische Mathematiker John Barrow etwa h&amp;auml;lt das bereits f&amp;uuml;r ausgemacht: "Es ist l&amp;auml;ngst anerkannt, dass technische Zivilisationen, die nur ein wenig weiter entwickelt sind als wir selbst, Universen simulieren k&amp;ouml;nnten, in denen sich denkende Wesen entwickeln und miteinander kommunizieren", schrieb der Wissenschaftler der University of Cambridge in einem Essay.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der k&amp;uuml;nstlichen Welten w&amp;uuml;rde die der "realen" in einem solchen Szenario schnell &amp;uuml;bersteigen, glaubt Barrow. Paul Davies, Astrophysiker an der australischen Macquarie University, best&amp;auml;tigte das gegen&amp;uuml;ber SPIEGEL ONLINE: "Wenn ein Universum erst einmal eine zu solchen Simulationen f&amp;auml;hige Intelligenz beherbergt, w&amp;auml;re die Zahl der simulierten Wesen praktisch grenzenlos." Davies, der 2002 mit dem renommierten Faraday-Preis ausgezeichnet wurde, zieht eine radikale Schlussfolgerung: Es sei "sehr wahrscheinlich", dass auch wir nur simulierte Wesen sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Idee mit 2000 Jahre alten Wurzeln   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee, die ganze Welt k&amp;ouml;nne nur eine Illusion sein, ist keinesfalls neu. Schon vor &amp;uuml;ber 2000 Jahren gr&amp;uuml;belte der chinesische Philosoph und Taoismus-Begr&amp;uuml;nder Lao-Tse dar&amp;uuml;ber nach, ob das Leben nur ein Traum sein k&amp;ouml;nne. Ren&amp;eacute; Descartes stellte im 17. Jahrhundert &amp;auml;hnliche Fragen, die in seinem ber&amp;uuml;hmten Satz "Ich denke, also bin ich" gipfelten. Im vorigen Jahrhundert inspirierte der Mathematiker und Philosoph Bertrand Russel zeitgen&amp;ouml;ssische Science-Fiction-Autoren mit dem Gedanken, die Menschen k&amp;ouml;nnten nur Gehirne in Einmachgl&amp;auml;sern sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="180" width="125" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/matrix2.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AP&lt;br /&gt;
Astrophysiker Martin Rees: Freund der Simulationsthese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass solche Szenarien zutreffen k&amp;ouml;nnten, glauben unterdessen immer mehr prominente Naturwissenschaftler. "Es gibt nichts in der Quantenmechanik oder in der Relativit&amp;auml;tstheorie, das eine solche Matrix ausschlie&amp;szlig;en w&amp;uuml;rde", sagte etwa Michio Kaku, Mitentwickler der Stringtheorie und einer der weltweit bedeutendsten Physiker.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Freunden der Simulationsthese geh&amp;ouml;rt auch Martin Rees, der nicht nur Fred Hoyles Lehrstuhl an der University of Cambridge geerbt hat, sondern als k&amp;ouml;niglicher Hofastronom auch einen Titel tr&amp;auml;gt, den schon Isaac Newton innehatte. In einem Multiversum, schrieb Rees im wissenschaftlich-philosophischen Internetforum Edge.org, m&amp;uuml;sse es Universen mit gro&amp;szlig;em Potenzial f&amp;uuml;r Komplexit&amp;auml;t geben. Da sei es nur eine "logische Konsequenz", dass in solchen Welten auch Teile von Universen simuliert werden k&amp;ouml;nnen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://forum.spiegel.de/cgi-bin/WebX?13@@.ee7a80a"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben wir in einer simulierten Welt? Diskutieren Sie mit anderen SPIEGEL-ONLINE-Usern!&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathematiker und Philosoph Nick Bostrom von der Oxford University hat dem Thema gleich eine ganze Internetseite gewidmet. Dass Menschen &amp;uuml;ber sich selbst sinnieren k&amp;ouml;nnen, liege nicht daran, dass das Gehirn eine feuchte graue Masse sei, argumentiert Bostrom. Notwendig sei vielmehr eine bestimmte Rechenstruktur - und die k&amp;ouml;nne auch in einem Computer erzeugt werden. In seiner Simulationstheorie, erschienen im Fachblatt "Philosophical Quarterly", dampft Bostrom die Diskussion &amp;uuml;ber das Computer-Universum auf drei Thesen ein. Zumindest eine von ihnen m&amp;uuml;sse als zutreffend akzeptiert werden:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zivilisation eine h&amp;ouml;here Entwicklungsstufe erreicht als die heutige Menschheit, geht gegen Null - weil sie sich vorher selbst ausl&amp;ouml;scht; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fast keine hoch entwickelte Zivilisation ist daran interessiert, Wesen wie den Menschen im Computer zu simulieren; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder wir leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einer Simulation.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten die ersten beiden Annahmen falsch sein, so Bostrom, w&amp;uuml;rde ein "bedeutsamer Teil" aller intelligenten Spezies h&amp;ouml;her hinaus kommen als die Menschheit und zumindest einen Teil ihrer Computerpower dazu benutzen, Wesen wie uns zu simulieren. Bostroms Schlussfolgerung: "Sollten Punkt eins und zwei nicht zutreffen, g&amp;auml;be es eine astronomisch hohe Zahl von simulierten Wesen, die wie wir sind." &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Software-Fehler und schwankende Lichtgeschwindigkeit: Wie Physiker Fehler in der "Matrix" finden wollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original: &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,328008,00.html" title="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,328008,00.html"&gt;www.spiegel.de&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 16 Nov 2004 18:46:30 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/977563/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2004-11-16T18:46:30Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>In Memoriam John O'Neill</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/363429/</link>
      <description>&lt;center&gt;&lt;img height="142" width="299" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/john.gif" border="0" /&gt;

&lt;b&gt;der kaltgestellte J&amp;auml;ger Bin Ladins starb im WTC&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Br&amp;ouml;ckers   24.11.2001 &lt;br /&gt;
The WTC Conspiracy XXIII &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die US-Bundespolizei FBI an tiefergehenden Ermittlungen gegen das Netzwerk von Bin Ladin sp&amp;auml;testens seit 1996 gehindert wurde und seine in den USA lebenden und seit langem auf der Liste der Terrorverd&amp;auml;chtigen stehenden Br&amp;uuml;der nach dem 11.9. problemlos ausreisen konnten, hatten wir in der  letzten Folge berichtet. In einem Anfang der Woche in Frankreich erschienen Buch der beiden Geheimdienst-Experten und Betreiber von  Intelligence Online, Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquie, - "Bin Laden - la verite interdite" - wird diese verbotene Wahrheit best&amp;auml;tigt: der seit 1993 mit den Ermittlungen gegen Bin Ladin betraute Abteilungsleiter des FBI, John O'Neill, trat im August dieses Jahres aus Protest gegen diese Behinderungen zur&amp;uuml;ck.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Hindernis bei den Ermittlungen gegen islamistische Terroristen" , so O'Neill gegen&amp;uuml;ber den Autoren, "waren die Interessen der US-&amp;Ouml;lkonzerne und die Rolle Saudi-Arabiens." Dass O'Neill nach seinem R&amp;uuml;cktritt als Polizeidirektor den Posten als Sicherheitschef des World Trade Center annahm und bei dem Anschlag am 11.9. ums Leben kam, klingt wie ein Hollywood-Plot, ist aber tragische Realit&amp;auml;t. Die Autoren haben ihr Buch John O'Neill gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer  Besprechung fa&amp;szlig;t Julio Goday einige Thesen von Brisard und Dasquie zusammen:     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Die Autoren schreiben, dass es das Hauptziel der USA war, das Taliban-Regime zu konsolidieren und sich so den Zugang zu den zentralasiatischen &amp;Ouml;lreserven zu sichern. Bis Anfang August 2001 sahen die USA die Taliban als "eine Quelle der Stabilit&amp;auml;t in Zentralasien, die den Bau einer Pipeline erm&amp;ouml;glichen w&amp;uuml;rde, die die &amp;Ouml;lfelder Turkmenistans, Kasachtans und Usbekistans durch Afghanistan und Pakistan mit dem Indischen Ozean verbindet." Bisher, so hei&amp;szlig;t es weiter, "wurden die &amp;Ouml;lreserven Zentralasiens von Ru&amp;szlig;land kontrolliert. Das wollte die Bush-Regierung alles &amp;auml;ndern." Doch konfrontiert mit der Weigerung der Taliban, auf die US-Konditionen einzugehen, "wandelten sich", so die Autoren, " die energiepolitischen Anstrengungen in milit&amp;auml;rische." An einem bestimmten Punkt der Verhandlungen, so Brisard in einem Interview in Paris, "sagten die US-Vertreter den Taliban: Entweder ihr akzeptiert unser Angebot eines Teppichs aus Gold, oder wir begraben euch unter einem Teppich aus Bomben." &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bombenteppich konnte mittlerweile, dem WTC-Anschlag sei dank, problemlos ausgelegt werden - da half es auch nichts mehr, dass sich die Taliban im Fr&amp;uuml;hjahr zur Aufpolierung ihres Images eine PR-Repr&amp;auml;sentatin in Washington zugelegt hatten. Nicht zwei b&amp;auml;rtige "Assassinen" mit Fielmannbrille bzw. Augenklappe wie die Botschafter in Pakistan, sondern die professionell fesche  Laila Helms, Tochter eines afghanischen Ex-Ministers und Nichte des ...oops... ehemaligen CIA-Direktors Richard Helms. Sie wird von Brisard und Dasquie als eine Art Mata Hari portr&amp;auml;tiert, die die H&amp;auml;ndel zwischen Taliban und CIA seit Beginn des Jahres inoffiziell orchestrierte. Helms brachte den engsten Berater des Talibanf&amp;uuml;hrers Mullah Omar nach Washington, um auf h&amp;ouml;chster Ebene zu verhandeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Embargo der UN waren die Taliban seit Jahresbeginn unter immer st&amp;auml;rkeren &amp;ouml;konomischen Druck geraten. Sofort nach Bushs Machterschleichung hatte die US-Administration die Anstrengungen in Sachen Taliban und Pipeline forciert. Unter Schirmherrschaft der UN und des pers&amp;ouml;nlichen Referenten von Kofi Anan, Francesc Vendrell, fanden seit Anfang des Jahres einige diskrete "6+2" Verhandlungsrunden statt , bei denen die sechs Nachbarl&amp;auml;nder mit den USA und Russland die Situation Afghanistans diskutierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen dieser Treffen waren auch Vertreter der Taliban anwesend, so auch w&amp;auml;hrend eines Treffens im Juli in Berlin, bei dem sich nach Angaben des ehemaligen pakistanischen Au&amp;szlig;enministers Naif Naik, die Diskussion auf die "Bildung einer Regierung der nationalen Einheit" zuspitzte: "Wenn die Taliban dem zugestimmt h&amp;auml;tten, w&amp;auml;re sofort &amp;ouml;konomische Hilfe geflossen." Und, so f&amp;uuml;gte Naik in einem Interview im franz&amp;ouml;sischen TV hinzu, "die Pipelines aus Usbekistan und Kasachtan h&amp;auml;tten kommen k&amp;ouml;nnen." Der Chefverhandler der USA bei diesen Meetings, Tom Simons, soll den den Taliban und Pakistan ganz offen gedroht haben: "Entweder die Taliban verhalten sich, wie es von ihnen verlangt wird, oder Pakistan &amp;uuml;berzeugt sie, dies zu tun, oder wir werden eine andere Option w&amp;auml;hlen. Die Worte, die Simons in diesem Zusammenhang benutzte, waren "eine milit&amp;auml;rische Operation". Soweit der pakistanische Au&amp;szlig;enminister &amp;uuml;ber die Verhandlungsrunden, die im Juli auf der Kippe standen und am 2. August, nach einem letzten Treffen von Talibanvertretern mit der US-Botschafterin Christine Rocca , abgebrochen wurden. Im Februar h&amp;auml;tten die Taliban noch angedeutet, dass sie Bin Ladin unter Umst&amp;auml;nden ausliefern w&amp;uuml;rden, aber im Juni, so  Brisard und Dasqui&amp;eacute;, begannen die USA &amp;uuml;ber milit&amp;auml;rische Aktionen nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren es im Februar 2001 immer noch dieselben &amp;Uuml;berlegungen wie 1996, als der Sudan angeboten hatte, Bin Ladin auszuliefern, und die US-Regierung darauf verzichtete, da sie sich, so die  Washington Post entschied "to treat him like a combattant in an underground war", ihn also als n&amp;uuml;tzlichen Mitstreiter in ihrem Untergrundkrieg weiter zu benutzen? Waren es dieselben &amp;Uuml;berlegungen, die dazu gef&amp;uuml;hrt hatten, das FBI bei der Untersuchung der Bombenanschl&amp;auml;ge auf die Khobat Towers in Saudi Arabien 1996 und die USS Cole im Jemen 1998 zur&amp;uuml;ckzuhalten ? Ebenso wie bei Ermittlungen gegen die in USA lebenden Mitglieder des Ladin-Clans und ihre Aktivit&amp;auml;ten f&amp;uuml;r "wohlt&amp;auml;tige" Vereine? War der "Top-Terroristenj&amp;auml;ger der USA" (New York Post) John O'Neill diese verordnete Inaktivit&amp;auml;t im Juli 2001 einfach so leid, dass er als Veteran mit 30 Dienstjahren das Handtuch schmiss? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des Jahres hatte die US-Botschaft in Jemen seine R&amp;uuml;ckkehr ins Land zu weiteren Untersuchungen blockiert - u.a. im Heimatort von Bin Ladins Vater, aus dem einer der Selbstmordattent&amp;auml;ter auf das Kriegsschiff "Cole" kam - aus "diplomatischen Gr&amp;uuml;nden", weil seine Ermittler sich "wie Rambos" auff&amp;uuml;hren w&amp;uuml;rden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Ich wollte kein Terrorist sein, der von ihm gejagt wird, ich habe erlebt, wie er Himmel und Erde in Bewegung setzt" , bekundete der Anti-Terror-Chef des britischen Scotland Yard in einem Nachruf auf den international gesch&amp;auml;tzten Kollegen. Ein harter Hund also, dieser John O'Neill, genau der richtige f&amp;uuml;r die Jagd auf fanatische Terroristen - solange sie nicht unter den Fittichen der CIA und der &amp;Ouml;l-Diplomatie stehen. Aufgrund seiner "Dickk&amp;ouml;pfigkeit" und "Aggresivit&amp;auml;t" sei er des &amp;ouml;fteren mit den Geheimdiensten und dem State Department aneinandergeraten, berichtete die  New York Times bei seinem R&amp;uuml;cktritt im August, der von einer internen Ermittlung gegen O'Neill &amp;uuml;berschattet war: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Meeting in Florida hatte er im Hotel eine Aktentasche mit sensiblen FBI-Unterlagen vergessen, die verschwunden war, am n&amp;auml;chsten Tag aber unbeschadet wieder auftauchte. Obwohl er seinen Fauxpas sofort gemeldet hatte, wurden die Ermittlungen gegen ihn an die gro&amp;szlig;e Glocke geh&amp;auml;ngt - eine "Schmierenkampagne", wie viele seiner Kollegen meinten, denn O'Neill war, ohne dass er sich darum gedr&amp;auml;ngt h&amp;auml;tte, f&amp;uuml;r den Posten eines Nationalen Sicherheitsberaters vorgeschlagen worden. So reichte es dann, nach einer glanzvollen FBI-Karriere und mit 50 im besten Alter, nur zum Security Chef der Twin Towers, wo er am 1. September seinen Dienst antrat. Nach dem Einschlag des ersten Flugzeugs telefonierte er mit seinem Sohn, dass er im Freien und in Sicherheit sei - dann ging er wohl in das Geb&amp;auml;ude zur&amp;uuml;ck, um bei der Rettung zu helfen und kam ums Leben. Seine &amp;Uuml;berreste wurden mittlerweile geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Oliver Stone, der schon die Kennedy- und die Watergate-Verschw&amp;ouml;rung dokumentierte, auch die WTC-Conspiracy zu einem Film macht, er f&amp;auml;nde in George W. Bush, der auf dem Ticket der Terroristenjagd &amp;Ouml;lkrieg f&amp;uuml;hrt, und in John O'Neill, dem kaltgestellten wirklichen J&amp;auml;ger Usama Bin Ladins, zwei &amp;uuml;beraus geeignete Protagonisten. &lt;/center&gt;&lt;br /&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 27 Apr 2003 08:46:03 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/363429/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2003-04-27T08:46:03Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Das manipulierte Erinnern</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/359961/</link>
      <description>&lt;center&gt;Nun haben wir es seit gestern &amp;uuml;ber alle Massenmedien von Rumsie erfahren, dass die Amerikanischen Streitkr&amp;auml;fte nicht ernsthaft vorh&amp;auml;tten, lange Zeit im Irak zu verbleiben.&lt;br /&gt;
Bl&amp;ouml;d ist eigentlich nur, dass vor 2 Tagen &lt;a href="http://marcosolo.antville.org/stories/354804//"&gt;diese news &lt;/a href&gt;die Runde machten, die m.E. das pure Gegenteil aussagten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="225" width="300" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/lause.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies erinnert mich an G&amp;uuml;nter Lause, der in Fassbinders Welt am Draht an einer Party von allen ausser dem Hauptdarsteller v&amp;ouml;llig unbemerkt verschwindet.&lt;br /&gt;
Einen Tag sp&amp;auml;ter, als dieser G&amp;uuml;nter bei der Polizei als vermisst ausschreibt, erinnert sich, f&amp;uuml;r den Zuschauer v&amp;ouml;llig unverst&amp;auml;ndlich, pl&amp;ouml;tzlich niemand mehr an den ehemaligen Sicherheitschef, der auch auf keinem Computern mehr existierte. Auf beharrliches Nachfragen wird dem neuen Chef erkl&amp;auml;rt, er m&amp;uuml;sse sich irren, ein v&amp;ouml;llig anderer Typ sei seit 4 Jahren Sicherheitschef des Unternehmens, einen G&amp;uuml;nter .... h&amp;auml;tte es niemals gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://weltamdraht.antville.org/stories/363429"&gt;(Beinahe wie beim ex-FBI Mann und sp&amp;auml;teren Sicherheitschef im WTC, der bei den Anschl&amp;auml;gen vom 11.9. umkam)&lt;/a href&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="400" width="235" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/bushthink.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Rumsfeld im Krieg solche psychologischen Ablenkman&amp;ouml;ver unternimmt, ist man sich unterdessen gew&amp;ouml;hnt. Dass jedoch, nachdem der Krieg nun offiziell ja vorbei ist, weiter mit orwellscher Informationspolitik und Vergangenheitskorrektur gearbeitet wird, wirkt schon beinahe anmassend. &lt;br /&gt;
Hoffentlich geben die Amis ihr Geld nicht zur Internets&amp;auml;uberung aus. Orwell konnte ja noch nicht ahnen, dass es eine freie, wenn vielleicht auch beobachtete, aber nicht kontrollierbare, anarchische Kommunikationsoberfl&amp;auml;che geben w&amp;uuml;rde. Es h&amp;auml;ngt viel zuviel Geld drin, als dass man das gesamte gute alte Internet einfach opfern k&amp;ouml;nnte. Hier steckt unsere Chance...&lt;br /&gt;
Lasst uns ein bisschen konspirieren und die offiziellen Theorien hinterfragen. Zeigen wir, dass wir dank dieses Tools Orwells Vision als selbst f&amp;uuml;r die Bush-Administration nicht durchf&amp;uuml;hrbar beweisen. Free speech for everyone....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
By the way, who was Bin Laden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Moore's Kommentar auf die Anweisung, sein Buch "Stupid white man" mit einem Kapitel nach den Ereignissen des 9.11. und &amp;uuml;berhaupt, zu 50% nochmals neu zu schreiben: "I will call it Bin Bush and Bin Cheenie".&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich jetzt schon &amp;uuml;ber seinen neuen Film Fahrenheit 911, der sich hoffentlich in altbew&amp;auml;hrter Form mit den offenen Fragen auseinandersetzen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere exzellente Y2K Robin Hood anmassende Werke von Michael Moore gegen Unmenschlichket:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
the awful truth&lt;br /&gt;
George and me&lt;br /&gt;
bowling for columbine &lt;/center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 23 Apr 2003 19:31:14 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/359961/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2003-04-23T19:31:14Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kurzform</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/123898/</link>
      <description>1974 eilte Rainer Werner Fa&amp;szlig;binder mit dem Fernsehspiel "Welt am Draht" seiner Zeit um einige Jahre voraus. Mit der Vorstellung, da&amp;szlig; wir als ahnungslose Avatare der fortgeschrittenen Art in einer Welt herumlaufen, die nur in den Schaltkreises eines Elektronengehirns existiert, irritierte der Film ein Publikum, das Computer nur als k&amp;uuml;hlschrankgro&amp;szlig;e Rechenmaschinen mit unverst&amp;auml;ndlichem Lochstreifen-Output kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich den Film heute (2002) reinzieht, bel&amp;auml;chtelt man die seinerzeitige Vorstellung eines Supercomputers, die Screens, etc.&lt;br /&gt;
Sp&amp;auml;testens mit der Ver&amp;ouml;ffentlichung von the Sims hat die Welt am Draht, wenn auch in einer etwas anderen Form und als Kinderspielzeug den Einzug in unsere Haushalte geschafft.&lt;br /&gt;
Mit GTA III kann man sich dann all die Kicks holen, die im wirklichen Leben verboten sind und virtuell die Rolle einer ganz anderen Person spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint Ihr dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 13 Aug 2002 19:08:24 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/123898/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-13T19:08:24Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>DOUGLAS sirk</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120447/</link>
      <description>fassbinder schrieb einen bericht &amp;uuml;ber den regisseur douglas sirk, der mich faszinierte, weisst du evtl. was dar&amp;uuml;ber?&lt;br /&gt;
ich freu mich extrem, marco, dass du RW fassbinder ein log gewidmet hast, die idee ist spitze!&lt;br /&gt;
ich hoffe, noch einiges dazu beitragen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
woelfin&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.imagesjournal.com/issue10/reviews/sirk/text.htm" title="http://www.imagesjournal.com/issue10/reviews/sirk/text.htm"&gt;www.imagesjournal.com&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.brightlightsfilm.com/34/sirk.html" title="http://www.brightlightsfilm.com/34/sirk.html"&gt;www.brightlightsfilm.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.goethe.de/uk/mon/archiv/fsirkfass.htm.htm" title="http://www.goethe.de/uk/mon/archiv/fsirkfass.htm.htm"&gt;www.goethe.de&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 15:51:07 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/120447/</guid>
      <dc:creator>alpha</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-10T15:51:07Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>The 13th floor</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120434/</link>
      <description>Als der Computerspezialist Hannon Fuller brutal ermordet aufgefunden wird, ger&amp;auml;t sofort sein Sch&amp;uuml;tzling Douglas Hall unter Verdacht. Hall ist nach der Tatnacht mit blutverschmiertem Hemd aufgewacht, kann sich aber an nichts erinnern. &amp;Uuml;berraschend taucht Jane auf, die behauptet, Fullers Tochter zu sein, obwohl niemand von ihrer Existenz wu&amp;szlig;te. Hall ahnt bald, da&amp;szlig; die Verwicklungen etwas mit der &amp;raquo;Site&amp;laquo; zu tun haben, eine Computersimulation von Los Angeles im Jahre 1937, dessen Hardware im 13. Stock des Konzerngeb&amp;auml;udes untergebracht ist. Als Hall sich in Fullers virtuelle Sch&amp;ouml;pfung einloggt, erkennt er allm&amp;auml;hlich die Zusammenh&amp;auml;nge - und mu&amp;szlig; schon bald auch an der Realit&amp;auml;t seiner eigenen Welt zweifeln ...  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik&lt;br /&gt;
The 13th Floor ist nach Rainer Werner Fassbinders Fernsehspiel Welt am Draht (D 1973) bereits die zweite Verfilmung des Science-Fiction-Romans Welt am Draht (Simulacron-3 &amp;#8226; 1964) von Daniel F. Galouye. Fassbinders Kameramann Michael Ballhaus hatte sich bereits in den siebziger Jahren die Kinorechte an diesem Buch gesichert, und zwei Jahrzehnte sp&amp;auml;ter hielt die deutsche Hollywood-Connection um Roland Emmerich offenbar den Zeitpunkt f&amp;uuml;r gekommen, eine neue Realisierung zu wagen, nachdem der Boden mit Virtual-Reality-Thrillern wie Cronenbergs eXistenZ (eXistenZ &amp;#8226; Kanada/GB 1998) bereitet worden war. Die Zusammenarbeit zwischen den Produzenten Roland Emmerich und Michael Ballhaus und dem deutschen Fernsehregisseur Josef Rusnak (der als Second-Unit-Regisseur bei Godzilla internationale Erfahrungen sammeln konnte) brachte ein kleines, unscheinbares und leider auch &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssiges Filmchen hervor. Die Story bleibt bis zum Ende konfus und unmotiviert, und die bemerkenswerten Effekte beschr&amp;auml;nken sich darauf, da&amp;szlig; die simulierte Welt in braunen Farbt&amp;ouml;nen gehalten ist und der Held am Ende der Realit&amp;auml;t auf ein gr&amp;uuml;nes Computerraster st&amp;ouml;&amp;szlig;t - das bereits in ganzer Pracht auf dem Filmplakat zu bewundern ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8226; Bernhard Kempen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medieninfo&lt;br /&gt;
Romanvorlage: &lt;br /&gt;
Daniel F. Galouye, Simulacron-3 (1964) &lt;br /&gt;
Welt am Draht, &amp;uuml;bersetzt von Tony Westermayr (M&amp;uuml;nchen: Goldmann, 1965) &lt;br /&gt;
The 13th Floor, &amp;uuml;bersetzt von Anna Lynn (K&amp;ouml;ln: Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, 1999)  &lt;br /&gt;
Soundtrack: &lt;br /&gt;
The 13th Floor (Milan/BMG Ariola, 1999)</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 15:37:03 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/120434/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-10T15:37:03Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>based on the novel "simulacron-3" of daniel francis galouye</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120245/</link>
      <description>&lt;br /&gt;
&lt;img height="225" width="300" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/stiller.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"galouye beschreibt in seinem 1964 erschienenen buch 'simulacron-3' (dt.titel 'welt am draht'), ebenfalls eine computer-gehirn-schnittstelle. eine programmierte totalsimulation der welt kann mit hilfe eines transferhelms und eines guckloch-RAUMes betreten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"alle meine sinne wurden durcheinander gewirbelt - es erfolgte ein kaleidoskopartiges aufzucken von licht, eine kreischende l&amp;auml;rmexplosion, ein pl&amp;ouml;tzlicher anprall unbegreiflicher geschmacks-, geruchs- und tastempfindungen. dann war ich dr&amp;uuml;ben - auf der anderen seite, und einen augenblick lang versp&amp;uuml;rte ich angst und verwirrung, als meine begriffsprozesse sich den wahrnehmungsf&amp;auml;higkeiten der thompsons - IDE-7412 (identit&amp;auml;tseinheit) anpa&amp;szlig;ten." S.58 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die simulation in "welt am draht" wird zur verhaltens- und verbraucherforschung eingesetzt. sie ist realistisch programmiert, das verhalten ihrer bewohner (IDEs) ist &amp;uuml;bertragbar auf die reale welt. so k&amp;ouml;nnen neue entwicklungen und produkte erst in der simulation getestet werden, bevor sie auf den markt kommen. der computer generierte RAUM hat sein eigenleben. das leben findet stellvertretent statt und ist nicht wie in "neuromancer", eine weiter dimension der ersten welt, sondern eine kopie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der roman wird an dem punkt spannend, an dem die frage auftritt, ob die bewohner der simulation nicht auf die idee kommen k&amp;ouml;nnten, einen eigenen simulator zu programmieren, bzw. fragt sich in diesem moment der programmierer, ob die welt in der er lebt nicht selbst nur eine simulation ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach diesem roman drehte rainer werner fassbinder 1973 den zweiteiligen science-fiction-fernsehfilm "welt am draht". in den 90er jahren kam die geschichte mit dem titel "the 13th floor" ins kino. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="225" width="300" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/lause.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"1974 eilte Rainer Werner Fa&amp;szlig;binder mit dem Fernsehspiel "Welt am Draht" seiner Zeit um einige Jahre voraus. Mit der Vorstellung, da&amp;szlig; wir als ahnungslose Avatare der fortgeschrittenen Art in einer Welt herumlaufen, die nur in den Schaltkreises eines Elektronengehirns existiert, irritierte der Film ein Publikum, das Computer nur als k&amp;uuml;hlschrankgro&amp;szlig;e Rechenmaschinen mit unverst&amp;auml;ndlichem Lochstreifen-Output kannte. " &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/kino/2941/1.html" title="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/kino/2941/1.html"&gt;www.heise.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"&amp;Auml;ngste und Hoffnungen kreuzen sich vor allem in der Vorstellung vom Leben in einer komplett computergenerierten Welt. Bereits Rainer Werner Fassbinder hatte dieses Thema in den 70ern mit seinem Film Welt am Draht behandelt. Matrix steht hier bereits an einem anderen Punkt, da die M&amp;ouml;glichkeiten virtueller Welten immer n&amp;auml;her und greifbarer erscheinen. Was vor zehn Jahren noch literarisch war, wird heute wissenschaftlich ernstgenommen." (aus einer kritik zu matrix.</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 10:45:35 GMT</pubDate>
      <guid>http://weltamdraht.antville.org/stories/120245/</guid>
      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-10T10:45:35Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Rainer Werner Fassbinder</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120244/</link>
      <description>&lt;br /&gt;
Geboren am 31. Mai 1945 in Bad W&amp;ouml;rishofen, im selben Jahr wie Wim Wenders und drei Jahre nach Werner Herzog, war Rainer Werner Fassbinder zun&amp;auml;chst das Wunderkind des Neuen Deutschen Films, sp&amp;auml;ter der "agent provocateur" im bundesrepublikanischen Kulturbetrieb: man denke nur an den Aufstand gegen sein angeblich linksfaschistisches Theaterst&amp;uuml;ck Der M&amp;uuml;ll, die Stadt und der Tod (1976) oder an die Kampagne der Boulevardpresse gegen den "Schmuddelsex" in Berlin Alexanderplatz (1980). Postum hat man Rainer Werner Fassbinder zum Klassiker stilisiert, als "das Herz, die schlagende, vibrierende Mitte" des bundesdeutschen Autorenkinos verortet (W. Sch&amp;uuml;tte). In die Filmgeschichte eingeschrieben wurde der Filmemacher, der auch Dramatiker, Schauspieler und Theaterregisseur war, als "das ma&amp;szlig;lose Genie", nicht zuletzt von den selbsternannten Biographen aus dem Freundeskreis. Sein fr&amp;uuml;her Tod, am 10. Juni 1982 in seinem M&amp;uuml;nchner Apartment, hat ein Lebenswerk vorzeitig vollendet, das seinen vielzitierten Wahlspruch noch retrospektiv zu illustrieren scheint: "Schlafen kann ich, wenn ich tot bin ..."  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;ber 40 Kino- und Fernsehfilme hat der Autodidakt Fassbinder, nach seiner erfolglosen Bewerbung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und drei weitgehend unbekannt gebliebenen Kurzfilmen, in den 13 Jahren von 1969 bis 1982 gedreht: als ein Regisseur, der zumeist auch f&amp;uuml;r das Drehbuch verantwortlich zeichnete, mitunter sogar f&amp;uuml;r Ausstattung, Kamera und Schnitt (letzteres unter seinem Pseudonym Franz Walsch), und als ein Filmemacher, der auch regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig vor der Kamera agierte, vorrangig in seinen eigenen Filmen, aber auch in denen anderer Regisseure, am Beginn seiner Karriere etwa als Zuh&amp;auml;lter in Jean-Marie Straubs Der Br&amp;auml;utigam, die Kom&amp;ouml;diantin und der Zuh&amp;auml;lter (1968) und in der Titelrolle von Volker Schl&amp;ouml;ndorffs Baal (1969), am Ende seines kurzen Lebens am eindringlichsten als abgehalfterter Polizeileutnant Jansen in Wolf Gremms Kamikaze 1989 (1982). Fassbinder war 1971 an der Gr&amp;uuml;ndung des Verlags der Autoren und der Produktionsgesellschaft Tango-Film beteiligt; er hat im kleinen Rahmen als Produzent gearbeitet, etwa bei Ulli Lommels Die Z&amp;auml;rtlichkeit der W&amp;ouml;lfe (1973), und er hat mit seiner Theaterarbeit f&amp;uuml;r Aufsehen gesorgt: von 1967 bis 1969 als Kopf jener M&amp;uuml;nchner Avantgarde-Truppe, die sich erst "action- theater", dann "antiteater" nannte, von 1974 bis 1976 als k&amp;uuml;nstlerischer Leiter des Frankfurter Theater am Turm (TAT). Am Theater inszeniert hat Fassbinder auch in Bremen, Bochum, Berlin, Hamburg und M&amp;uuml;nchen. Seine Theaterst&amp;uuml;cke Katzelmacher (1968), Der amerikanische Soldat (1968) und Petra von Kant (1971) hat er selbst f&amp;uuml;r die Leinwand adaptiert, und er hat das Medium Fernsehen genutzt, um seine Vorstellungen von Theater einem gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Publikum zu pr&amp;auml;sentieren: mit Aufzeichnungen seiner Inszenierungen, von Das Kaffeehaus (1970) bis Frauen in New York (1977), und mit seinem einzigen Dokumentarfilm Theater in Trance (1981).      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da&amp;szlig; man die Komplexit&amp;auml;t dieses zwischen den Medien changierenden Oeuvres keine zwei Jahrzehnte nach Fassbinders Tod in Erinnerung rufen mu&amp;szlig;, hat nicht zuletzt damit zu tun, da&amp;szlig; in diesem Fall der K&amp;uuml;nstler das Werk stets &amp;uuml;berschattete, auch provokativ akzentuierte und in die Diskussion brachte, und da&amp;szlig; dieses Werk mit der Person allm&amp;auml;hlich zu verblassen droht, auch wenn Retrospektiven im In- und Ausland in den letzten Jahren noch einmal f&amp;uuml;r Diskussionen gesorgt haben. Sicherlich werden einige Filme von Rainer Werner Fassbinder im Ged&amp;auml;chtnis bleiben, etwa der sp&amp;auml;te Publikumserfolg Die Ehe der Maria Braun (1979), vielleicht auch Fontane Effi Briest (1974) und einige andere. Aber wie steht es mit den fr&amp;uuml;hen Gangsterfilmen G&amp;ouml;tter der Pest und Der amerikanische Soldat (beide 1970) oder mit dem Western Whity (1971), Fassbinders erster Gro&amp;szlig;produktion, die nie einen Verleih fand? Wo l&amp;auml;&amp;szlig;t sich das Melodram Martha (1974), Fassbinders erste explizite Auseinandersetzung mit dem Sadomasochismus, heute noch begutachten oder seine lustvolle Selbstdarstellung als naiver Schwuler in Faustrecht der Freiheit (1975)? Wer erinnert sich noch an Satansbraten (1976), die Farce um ein Dichterleben aus zweiter Hand, oder an die Nabokov-Verfilmung Eine Reise ins Licht - Despair (1978), die trotz der Stars Dirk Bogarde und Andrea Ferreol kein Erfolg wurde? Wann wird der zweiteilige Science-fiction-Film Welt am Draht (1973) noch einmal auf dem Bildschirm erscheinen, wo hat Fassbinders hochartifizielle Genet-Adaption Querelle - Ein Pakt mit dem Teufel (1982) noch Bedeutung, au&amp;szlig;er in der schwulen Subkultur? Selbst wenn einige der genannten und manche andere Filme von Fassbinder als Videoedition verf&amp;uuml;gbar sind: im Ausland spricht man von Fassbinder bereits als "the forgotten filmmaker" (Th. Elsaesser).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Das wichtigste ist, scheint mir, Unbehagen an Einrichtungen des B&amp;uuml;rgertums zu schaffen." Das Fassbinders "Ajax"-Inszenierung (1968) vorangestellte Motto kennzeichnet auch die Zielsetzung seiner fr&amp;uuml;hen Spielfilme, die er mit den Mitgliedern der antiteater-Kommune realisierte, von denen der erste explizit an diejenigen gerichtet war, "von denen ich will, da&amp;szlig; sie eine Wut kriegen, wie ich sie habe": Im Juni 1969 wurde Liebe ist k&amp;auml;lter als der Tod auf der Berlinale uraufgef&amp;uuml;hrt. Im Oktober desselben Jahres wurde Katzelmacher mit dem Preis der Filmkritik, dem Preis der Deutschen Akademie f&amp;uuml;r darstellende K&amp;uuml;nste und mit f&amp;uuml;nf Bundesfilmpreisen ausgezeichnet. Es war der Beginn einer in der Geschichte des deutschen Films einzigartigen Produktivit&amp;auml;t. &lt;br /&gt;
Fassbinders fr&amp;uuml;he Filme, schnell und mit kleinem Budget produziert, erz&amp;auml;hlen von Gewalt und Entfremdung, in der Gesellschaft und zwischen den Menschen, von einem Leben aus zweiter Hand, dem das Eigene nicht mehr oder noch nicht zur Verf&amp;uuml;gung steht und das zumeist um die Trias Arbeit - Liebe - Geld kreist: um den Traum vom gro&amp;szlig;en Geld und die ausbeutbaren Gef&amp;uuml;hle, um homoerotisch konnotierte M&amp;auml;nnerfreundschaften und um den Verrat der Frauen, die sich wie Huren verhalten, es bereits sind oder von M&amp;auml;nnern dazu gemacht werden. Trotz der Bezugnahmen auf die Filmgeschichte, in Der amerikanische Soldat und G&amp;ouml;tter der Pest (1970) etwa auf den Gangsterfilm, ging es Fassbinder nicht, wie Jean-Luc Godard im Jahrzehnt zuvor, um eine ironisierende Dekonstruktion des Genre-Kinos und noch weniger um eine mythologisierende Amerikanisierung der deutschen (Seelen-)Landschaft, wie sie fast zeitgleich Peter Handke und Wim Wenders in 3 amerikanische LPs (1969) vorf&amp;uuml;hrten. Das M&amp;uuml;nchen Fassbinders bleibt als deutsches Halbwelt- und Unterschichtsmilieu stets erkennbar, auch wenn die Gesten und Verhaltensrituale der Kinohelden nachgeahmt werden. Die Aneignung der antib&amp;uuml;rgerlichen Vor-Bilder ist nicht blo&amp;szlig;e Imitation und nur die Kehrseite jener Konditionierung, die den Gestalten des depravierten Kleinb&amp;uuml;rgertums eingeschrieben ist. Nicht erst Fassbinders Filme der mittleren Phase, die nach seiner Abrechnung mit den Funktionsmechanismen des K&amp;uuml;nstlerkollektivs in Warnung vor einer heiligen Nutte (1971) beginnt, enden auff&amp;auml;llig oft mit Selbstmord. Das selbstzerst&amp;ouml;rerische Potential ist Fassbinders Figuren von Anfang an zu eigen, den Repr&amp;auml;sentanten des Kleinb&amp;uuml;rgertums ebenso wie den Protagonisten der Gegenwelt. Die Fluchten erstarren im Ritual, enden im Tod oder - wie in Katzelmacher - mit einer Vereinnahmung des Fremden und Andersartigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da&amp;szlig; es im alles beherrschenden System der Warenwelt kein Refugium privater Gef&amp;uuml;hle gibt (doch geben m&amp;uuml;sse), da&amp;szlig; alle zwischenmenschlichen Beziehungen, auch die der Freundschaft und Liebe, nach den Regeln von Herrschaft und Knechtschaft funktionieren (denen zu widerstehen sei), da&amp;szlig; Leidenschaft ausbeutbar ist, in Verzweiflung und Selbstzerst&amp;ouml;rung kulminiert (wenn nicht in der Akzeptanz der Machtverh&amp;auml;ltnisse), durchzieht als Grund&amp;uuml;berzeugung Fassbinders Oevre. Seine Filme erz&amp;auml;hlen, in immer neuen Variationen (vom Gangsterfilm &amp;uuml;ber das Volksst&amp;uuml;ck und Melodram bis zum Pastiche), vom wahren Leben im falschen, von der Sehnsucht danach und den oft t&amp;ouml;dlichen Konsequenzen, gerade f&amp;uuml;r diejenigen, die noch nicht erkannt haben oder immer noch nicht glauben wollen, da&amp;szlig; auch die sogenannte Intimsph&amp;auml;re dem Energiefeld gesellschaftlicher Macht unterliegt. &lt;br /&gt;
"Es gibt einen Film von Godard, den ich siebenundzwanzig Mal gesehen habe, das ist Vivre sa vie, das ist der Film, der f&amp;uuml;r mein Leben zusammen mit Viridiana (von Bunuel) der wichtigste Film gewesen ist", hat Fassbinder 1974 erkl&amp;auml;rt. Doch im Gegensatz zu Godard, der sich Ende der sechziger Jahre aus dem Kino zur&amp;uuml;ckzog, hat Fassbinder seit Anfang der siebziger Jahre Wege zum gro&amp;szlig;en Publikum gesucht, sowohl im Kino als auch &amp;uuml;ber das Massenmedium Fernsehen. Den entscheidenden Wendepunkt, die Abkehr von den Filmen "nur [...] f&amp;uuml;r mich und meine Freunde", markiert H&amp;auml;ndler der vier Jahreszeiten (1972), der erste Film des jungen deutschen Autorenkinos &amp;uuml;ber die Adenauer-&amp;Auml;ra und von den Kritikern seinerzeit euphorisch bewertet: "F&amp;uuml;r mich ist es der beste deutsche Film seit dem Krieg", schrieb H. G. Pflaum. Auf jeden Fall war es der Beginn von Fassbinders Historiographie der Bundesrepublik Deutschland und ihrer fatalen Vorgeschichte, und es war seine Entdeckung des Melodrams. Voraus ging eine Begegnung mit Douglas Sirk und einigen seiner Hollywood-Melodramen, &amp;uuml;ber die Fassbinder schrieb: "Es waren die sch&amp;ouml;nsten der Welt dabei." Was Fassbinder &amp;uuml;ber Sirks Melodramen publizierte, im Februar 1971 unter dem Titel "Imitation of Life", &amp;uuml;ber die Liebe als "das beste, hinterh&amp;auml;ltigste und wirksamste Instrument gesellschaftlicher Unterdr&amp;uuml;ckung", &amp;uuml;ber die Frauen, die denken und nicht blo&amp;szlig; reagieren, &amp;uuml;ber die gesellschaftlich gepr&amp;auml;gten R&amp;auml;ume, &amp;uuml;ber Licht, Spiegel, Blut, Tr&amp;auml;nen, Gewalt, Ha&amp;szlig;, Sehnsucht und Einsamkeit, &amp;uuml;ber all diese "wahnsinnigen Sachen, f&amp;uuml;r die es sich lohnt", l&amp;auml;&amp;szlig;t sich ebenso als Kommentar zu seinen eigenen Filmen lesen. Trotz Fassbinders Kultivierung des Melodramatischen, trotz der in der Folgezeit vielfach eingesetzten Spiegel-Szenen, szenischen Einrahmungen der Figuren, symbolischen Aufladungen der Innenr&amp;auml;ume und Menschenk&amp;ouml;rper, am sinnf&amp;auml;lligsten wohl in dem Frauenbeziehungsdrama Die bitteren Tr&amp;auml;nen der Petra von Kant (1972), sollte man den Einflu&amp;szlig; Sirks, den Fassbinder damals zur k&amp;uuml;nstlerischen Vaterfigur stilisierte, nicht &amp;uuml;bersch&amp;auml;tzen - nicht einmal angesichts der Parallelen zwischen Sirks Was der Himmel erlaubt (1955) und Angst essen Seele auf (1974). Fassbinder hat stets schnell auf Vorgefundenes reagiert, sich dieses anverwandelt und daraus Neues montiert. Zumeist hatte er seine genaue Vorstellung vom Bildaufbau, von der Kadrierung im Kopf, und er verf&amp;uuml;gte &amp;uuml;ber ein ph&amp;auml;nomenales Bildged&amp;auml;chtnis, nur deshalb "hat er ja meistens nur eine Klappe gedreht" (P. M&amp;auml;rthesheimer). Aber Fassbinder war auch ein - bisweilen schlampiges - Genie der Improvisation. Den Drehort sah er oftmals erst bei den Aufnahmen, was ebenfalls f&amp;uuml;r die Ausstattung und Kost&amp;uuml;me gilt; und die - von scharfsinnigen Cineasten als "postmodern" deklarierte - Farbdramaturgie von Lola (1981) war eine Kreation des Kameramannes Xaver Schwarzenberger, der Fassbinder und seine Arbeitsweise folgenderma&amp;szlig;en charakterisierte: "Ich glaube, das Schnellsein hat ihm einfach Spa&amp;szlig; gemacht. [...] Er war &amp;uuml;berhaupt kein sehr geduldiger Mensch [...] : Ungeduld und Fertigwerden-Wollen, das Ding haben und weglegen und das n&amp;auml;chste anfangen." Fassbinders unglaubliches Produktionstempo beruhte nicht zuletzt darauf, da&amp;szlig; er die Mitglieder seiner "Familie" an sich binden konnte, eine Voraussetzung der bekannten Abh&amp;auml;ngigkeitsverh&amp;auml;ltnisse und Machtspiele, und da&amp;szlig; er Aufgaben delegieren konnte. Wie es seine Cutterin Juliane Lorenz formuliert hat: "Das war etwas, was ich durch ihn gelernt habe: selbst&amp;auml;ndig zu sein, mich nicht andauernd abzusichern und zu fra- gen: 'Was hast du dir dabei gedacht?'." &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Fassbinder unaufl&amp;ouml;slich verbunden ist der Mythos des Autorenfilmers, der Fassbinder zwar war, aber anders als Herzog oder Wenders und eher in dem Sinne, da&amp;szlig; seine Originalit&amp;auml;t nicht der Vorstellung vom romantischen K&amp;uuml;nstler verpflichtet war, sich seine Kunst im Kollektiv und durch die Methode der Collage realisierte. Was in einem "Film von Rainer Werner Fassbinder" genuin Fassbinders Kreativit&amp;auml;t entsprang, was den Einf&amp;auml;llen der anderen zu verdanken ist, dar&amp;uuml;ber gibt der von Juliane Lorenz herausgegebene Gespr&amp;auml;chsband "Das ganz normale Chaos" (1995) manche erhellende Auskunft. Es w&amp;auml;re also nach dem Anteil der anderen an seinem Werk zu fragen, etwa nach der Bedeutung von Peter M&amp;auml;rthesheimer, der mit Fassbinder zuerst als WDR-Redakteur, sp&amp;auml;ter als Produzent und Drehbuchautor zusammenarbeitete. Zur k&amp;uuml;nstlerischen Handschrift Fassbinders geh&amp;ouml;ren auch die Musik von Peer Raben und die Bildkompositionen der Kameraleute Dietrich Lohmann, Michael Ballhaus und Xaver Schwarzenberger, geh&amp;ouml;ren vor allem diejenigen, die Fassbinders Protagonisten ihre unverwechselbare Erscheinung gaben: sein Star Hanna Schygulla und die ehemaligen Mitglieder des antiteaters, auch G&amp;uuml;nther Kaufmann, Hark und Marquard Bohm, Gottfried John und Klaus L&amp;ouml;witsch und nicht zuletzt Schauspieler wie Brigitte Mira, Karlheinz B&amp;ouml;hm, G&amp;uuml;nter Lamprecht, Barbara Sukowa, Armin Mueller-Stahl und Rosel Zech, die Fassbinder zum Teil f&amp;uuml;r das Kino wiederentdeckte. Auch Fassbinders leibliche Mutter Liselotte Eder, seine einstige Ehefrau Ingrid Caven, seine zeitweiligen Lebenspartner El Hedi Ben Salem und Armin Meier haben in und an Fassbinders Filmen mitgewirkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser handwerklichen Professionalit&amp;auml;t und Fassbinders Ungeduld geh&amp;ouml;rte auch die - bisweilen gleichzeitige - Arbeit in und mit verschiedenen Medien. Ohne das &amp;ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen, so wie es in den siebziger Jahren als kulturelle Institution ausgebildet war, h&amp;auml;tte Fassbinders Gesamtwerk nicht entstehen k&amp;ouml;nnen. Das agitatorische Revolutionsspektakel Die Niklashauser Fahrt (1970) war Fassbinders erste Zusammenarbeit mit dem WDR, der auch in der Folgezeit, trotz mancher Querelen, einer seiner wichtigsten Produktionspartner blieb. 1972 produzierte der WDR die Fernsehserie Acht Stunden sind kein Tag, die allerdings nach f&amp;uuml;nf Folgen abgesetzt wurde. 1973 folgte der zweiteilige Fernsehfilm Welt am Draht, noch im selben Jahr Martha und 1974 die TV-Show "Wie ein Vogel auf dem Draht" mit Brigitte Mira und Evelyn K&amp;uuml;nneke. 1975 realisierte Fassbinder mit dem WDR Angst vor der Angst, im selben Jahr mit der Bavaria Atelier Ich will doch nur, da&amp;szlig; ihr mich liebt (1976) im Auftrag des WDR, im folgenden den zweiteiligen Fernsehfilm Bolwieser (1977), mit derselben Produktionsgesellschaft, aber im Auftrag des ZDF. Der WDR war auch an der Produktion von Die Ehe der Maria Braun und Lola beteiligt, Berlin Alexanderplatz, Fassbinders erkl&amp;auml;rtes Lebensprojekt, war ebenfalls eine Produktion im Auftrag des WDR. Die Streitigkeiten mit den Sendern - man denke nur an die nicht realisierten Verfilmungen von "Die Erde ist so unbewohnbar wie der Mond" und "Soll und Haben" - waren vielleicht ein Grund, weshalb Fassbinder seit Mitte der siebziger Jahre seine radikalsten Filme &amp;uuml;ber Produktionsgesellschaften wie Tango-Film, Albatros Produktion und den Filmverlag der Autoren finanzierte. Mutter K&amp;uuml;sters' Fahrt zum Himmel und Satansbraten (beide 1976) sind solche radikalen Filme, auch Die dritte Generation (1979), vor allem das unmittelbar nach dem Selbstmord von Armin Meier gedrehte Identit&amp;auml;tsdrama In einem Jahr mit 13 Monden (1978), das die Zerst&amp;ouml;rung einer Pers&amp;ouml;nlichkeit, die Aufspaltung einer Person in Erwin/Elvira bis &amp;uuml;ber die Grenzen des Ertr&amp;auml;glichen hinaus demonstriert. F&amp;uuml;r diesen Film schrieb Fassbinder das Drehbuch, besorgte Ausstattung und Schnitt, r&amp;uuml;hrte zum ersten Mal selbst die Kamera. "Da&amp;szlig; die Welt [...] zur H&amp;ouml;lle geworden ist, zeigt Fassbinder in fast apokalyptischen Bildern" (W. Roth), aber es ist eine H&amp;ouml;lle, die im Inneren ihren Ort hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassbinders Filme sind Liebesfilme, jedenfalls die meisten von ihnen, aber solche, die die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einer unstillbaren Sehnsucht analysieren: zumeist melodramatisch, selten als Farce. Der sich systematisch zu Tode saufende Obsth&amp;auml;ndler Hans Epp in H&amp;auml;ndler der vier Jahreszeiten markiert ein deutsches Kleinb&amp;uuml;rgerschicksal. Das gilt ebenso f&amp;uuml;r das unakzeptable Verh&amp;auml;ltnis zwischen der gealterten Putzfrau Emmi und einein marokkanischen Gastarbeiter, den sie der Einfachheit halber Ali nennt: "Alle T&amp;uuml;rken hei&amp;szlig;en Ali" sollte Angst essen Seele auf (1974) zun&amp;auml;chst hei&amp;szlig;en. Der Film hat deshalb etwas mit der deutschen Realit&amp;auml;t zu tun, weil er ein reales Verhaltensmuster in zwei modellhaften Varianten durchspielt. In Fassbinders Kosmos konvergieren Liebe und Macht, in hetero- und homosexuellen Beziehungen, und so l&amp;auml;&amp;szlig;t sich seine provokante Diagnose "Die meisten M&amp;auml;nner k&amp;ouml;nnen nur nicht so perfekt unterdr&amp;uuml;cken, wie die Frauen es gerne h&amp;auml;tten", nicht nur auf die Titelfigur von Martha beziehen; der in diesem Frauenfilm vorgef&amp;uuml;hrte Sadomasochismus weist &amp;uuml;ber Geschlechtergrenzen hinaus und auf Fassbinders Version einer Passion hin, die erst ihre Erl&amp;ouml;sung findet, wenn der eigene Widerstand gebrochen ist, die "Selbstaufgabe [...] zur Geste einer Freiheit [wird], die allein wieder Identit&amp;auml;t gibt" (Th. Elsaesser). Was sich in Die bitteren Tr&amp;auml;nen der Petra von Kant andeutet, in der Leidensbereitschaft der stummen Dienerin Marione, die Insider als Hinweis auf Fassbinders Verh&amp;auml;ltnis zu G&amp;uuml;nther Kaufmann zu deuten wu&amp;szlig;ten, l&amp;ouml;st der homoerotische Kosmos von Querelle - Ein Pakt mit dem Teufel ein: da&amp;szlig; die Sehnsucht nach einem reinen Begehren, mehr noch, die Suche nach dem eigenen Selbst in erster Linie eine Fiktion ist, ein regulatives Muster b&amp;uuml;rgerlichen (Er-)Lebens, von dem erst die Unterwerfung, die Akzeptanz der Macht und ihre Einverleibung, befreit. Nur hat diese Art der Selbstaufgabe, die in der Kunstwelt sadomasochistischer Rollenspiele lustvoll gelingt, realiter verh&amp;auml;ngnisvolle Konsequenzen, in der Geschichte und f&amp;uuml;r die je eigene Existenz.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassbinder hat die eigene Person immer wieder &amp;ouml;ffentlich exponiert, auf der Leinwand am schonungslosesten in seiner Episode der Gemeinschaftsproduktion Deutschland im Herbst (1978). Wenn Fassbinder seinen nackten K&amp;ouml;rper und seine verwundete Seele f&amp;uuml;r die Kamera blo&amp;szlig;stellt, wenn er die eigene Mutter zu der Aussage treibt, da&amp;szlig; in dieser Situation nur ein autorit&amp;auml;rer, guter Herrscher helfen k&amp;ouml;nne, und in diesem Moment wegschneidet, wenn er seinen Partner Armin Meier erniedrigt und die eigene Selbsterniedrigung zur Schau stellt dann kennzeichnet seine Paranoia vor dem Polizeistaat eben jenen paranoiden Zustand eines Teils der bundesrepublikanischen Gesellschaft, wie er im "hei&amp;szlig;en Herbst" 1977 am Umschlagpunkt des Terrorismus, sichtbar wurde. Radikaler lassen sich Leben und Werk, K&amp;uuml;nstler und Fiktion nicht verschmelzen, und wenn es ein klar zu bestimmendes Ende von Fassbinders mittlerer Phase gibt, dann findet es in diesem Moment statt. So gesehen w&amp;auml;re die Terroristen-Farce Die dritte Generation (1979) nur noch ein Nachklapp einer bereits verabschiedeten Hoffnung. Mit Die Ehe der Maria Braun beginnt Fassbinder seine &amp;raquo;BRD-Trilogie&amp;laquo;, die Lola und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982) fortzusetzen. Seine Revision der deutschen Nationalgeschichte macht auch Stilistisch von der deutschen Filmgeschichte Gebrauch, nutzt die &amp;Auml;sthetik der UFA-Filme f&amp;uuml;r die Inszenierung historisierter Kunstwelten, deren Bezugspunkt aber stets die Gegenwart bleibt. In dieses Projekt f&amp;uuml;gt sich Lili Marleen (1981) ein, ein - wie Kritiker meinten - Film der "verschwimmenden Positionen" und einer, der Fassbinder den Vorwurf einer "&amp;Auml;sthetisierung des Faschismus" (S. Friedl&amp;auml;nder) einbrachte. Gerade der Dokumentarfilm Theater in Trance und der Schwulenfilm Querelle zeigen aber auch, da&amp;szlig; Fassbinders Oeuvre stilistisch nie homogen war. Die Filmprojekte "Rosa Luxemburg" und "Kokain" hat Fassbinder nicht mehr realisieren k&amp;ouml;nnen. Der von der Rainer Werner Fassbinder Foundation verwaltete Nachla&amp;szlig; wird zeigen, ob sich vom Ende her neue Perspektiven er&amp;ouml;ffnen lassen. &lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r alle Filme Fassbinders gilt, da&amp;szlig; sie die historische oder gegenw&amp;auml;rtige Wirklichkeit niemals direkt abbilden, ihre Wirklichkeit ist ebenso Medienrealit&amp;auml;t, wie ihr Fokus das gegenw&amp;auml;rtige Deutschland bleibt, so wie es Fassbinder gesehen hat: als eine Republik, in der sich der Faschismus auff&amp;auml;llig unbehindert fortgeschrieben habe. Th. Elsaesser hat Fassbinder als den "Chronisten des westdeutschen Innenlebens" bezeichnet. Eine andere, vielleicht nicht minder produktive Lesart w&amp;auml;re, in Fassbinders Filmen die unstillbare Sehnsucht nach einem wahren, wirklichen Leben in einem un&amp;uuml;berwindlichen falschen, entfremdeten aufzudecken, eine Sehnsucht, die bis zur Selbstdestruktion f&amp;uuml;hrt. Diese Lesart w&amp;uuml;rde auf ein Dilemma hinweisen, das in der Postmoderne gern unterschlagen wird: auf die uneinl&amp;ouml;sbare Utopie authentischer Identit&amp;auml;t. Nicht da&amp;szlig; Fassbinder ein Postmodemist gewesen w&amp;auml;re, aber sein Gesamtwerk markiert, wie auch das von Jean-Luc Godard, jene Schwelle der Filmgeschichte, an der sich das moderne Autorenkino selbst &amp;uuml;berlebt. Fassbinder hat seine Perspektive einer radikal antib&amp;uuml;rgerlichen Utopie, wie sie im Sp&amp;auml;twerk aufscheint, bereits 1977 skizziert, mit dem ihm eigenen Mut und der ihm eigenen Verzweiflung: "Unsere Beziehungen sind ja deshalb grausame Spiele miteinander, weil wir unser Ende nicht als etwas Positives anerkennen. Es ist positiv, weil es wirklich ist. Das Ende ist das konkrete Leben. Der K&amp;ouml;rper mu&amp;szlig; den Tod verstehen." &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Reclams Lexikon der Filmregisseure&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filmographie: &lt;br /&gt;
This Night (1966) - Der Stadtstreicher (1966) - Das kleine Chaos (1967) - Liebe ist k&amp;auml;lter als der Tod (1969) - Katzelmacher (1969) - G&amp;ouml;tter der Pest (1970) - Warum l&amp;auml;uft Herr R. Amok? (Co-Regie: Michael Fengler, 1970) - Das Kaffeehaus (1970) - Die Niklashauser Fart (1970) - Der amerikanische Soldat (1970) - Rio das Mortes (1971) - Whity (1971) - Warnung vor einer heiligen Nutte (1971) - Pioniere in Ingolstadt (1971) - H&amp;auml;ndler der vier Jahreszeiten (1972) - Die bitteren Tr&amp;auml;nen der Petra von Kant (1972) - Wildwechsel (1972) - Acht Stunden sind kein Tag (Fernsehserie, 1972/73) - Bremer Freiheit (1972) - Welt am Draht (Fernsehfilm, 1973) - Nora Helmer (1974) - Angst essen Seele auf (1974) - Martha (Fernsehfilm, 1974) - Fontane Effi Briest (1974) - Faustrecht der Freiheit (1975) - Wie ein Vogel auf dem Draht (Femsehshow, 1975) - Mutter K&amp;uuml;sters' Fahrt zum Himmel (1976) - Angst vor der Angst (1975) - Ich will doch nur, da&amp;szlig; ihr mich liebt (1976) - Satansbraten (1976) - Chinesisches Roulette (1976) - Bolwieser (Fernsehfilm, 1977) - Frauen in New York (1977) - Despair - Eine Reise ins Licht - (1978) - Deutschland im Herbst (Episode, 1978) - In einem Jahr mit 13 Monden (1978) - Die Ehe der Maria Braun (1979) - Die dritte Generation (1979) - Berlin Alexanderplatz (Fernsehfilm in 13 Teilen und einem Epilog, 1980) - Lili Marleen (1981) - Lola (1981) - Theater in Trance (Dokumentarfilm, 1981) - Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982) - Querelle - Ein Pakt mit dem Teufel (1982).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 10:41:34 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-10T10:41:34Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Matrix für Fortgeschrittene</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120242/</link>
      <description>Welt am Draht&lt;br /&gt;
Rainer Werner Fassbinder&lt;br /&gt;
D 1972 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tanzende Kamera von Michael Ballhaus und der fesselnde Inszenierungsstil Fassbinders verbanden sich in den 60ern und 70ern zu manchem Meisterwerk filmischen Schaffens. Nicht nur f&amp;uuml;r die Kinoleinwand, auch f&amp;uuml;r das deutsche Fernsehen arbeitete Fassbinder und schuf dabei sogar zwei Serien: Die vielteilige Adaption von Berlin Alexanderplatz sowie die Miniserie Welt am Draht, bestehend aus zwei Folgen a 100 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Welt am Draht entwickelt Fassbinder die Utopie einer Gesellschaft, die einen Computer baut, der in der Lage ist, eine ganze Gesellschaft, der Realen gleich, zu simulieren. Tausende von Computermenschen bev&amp;ouml;lkern einen virtuellen Raum, der der unseren Welt gleicht, und werden von den Wissenschaftlern &amp;uuml;ber Monitore in ihrem Verhalten &amp;uuml;berwacht. So kann der Verlauf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen zwanzig Jahre im Voraus bestimmt werden. Mittels einer Apparatur kann auch direkt in den simulierten Raum eingetaucht werden. Im Laufe des zweiteiligen Filmes entdeckt der Protagonist, da&amp;szlig; er selbst, seine wissenschaftlichen Mitarbeiter, und die ganze ihn umgebende Welt ebenfalls nur elektronische Simulationen in einer k&amp;uuml;nstlichen und st&amp;auml;ndig &amp;uuml;berwachten Umgebung sind, die von einer h&amp;ouml;heren Ebene aus gesteuert werden. Video&amp;uuml;berwachung f&amp;uuml;hrt somit in Welt am Draht gleichzeitig zur M&amp;ouml;glichkeit und zur Unm&amp;ouml;glichkeit von Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur M&amp;ouml;glichkeit von Existenz, weil die von der vermeintlichen Realit&amp;auml;t aus simulierten Computerwesen nur deshalb Real scheinen, da sie auf einem Monitor sichtbar sind, weil sie zum Bild werden. Andernfalls w&amp;auml;ren sie lediglich ein Haufen elektronischer Daten, Nullen und Einsen ohne Gestalt, lediglich statistisch auswertbar in ihrem Verhalten. Die &amp;Uuml;berwachung durch eine h&amp;ouml;here Ebene verleiht ihnen durch ihr Gesehenwerden den Status von Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unm&amp;ouml;glichkeit von Existenz f&amp;uuml;hrt die &amp;Uuml;berwachung, da mit den vermeintlich realen Wesen, somit auch den Hauptdarstellern des Films, genau das Gegenteil geschieht: Sie halten sich selbst f&amp;uuml;r Real, bis sie erkennen m&amp;uuml;ssen, da&amp;szlig; auch sie lediglich best&amp;auml;ndig &amp;uuml;berwachte Simulation sind. Die Erfahrung des &amp;Uuml;berwachtwerdens, des Bildseins, entk&amp;ouml;rperlicht sie, l&amp;auml;&amp;szlig;t sie nun ihrerseits zu reinen Daten werden und ihre individuelle Identit&amp;auml;t verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser doppelte, scheinbar paradoxe Effekt der Video&amp;uuml;berwachung l&amp;auml;&amp;szlig;t sich auch andernorts beobachten:&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite versichert uns die Videdoaufzeichnung eines Dagewesenseins, die Aufzeichnungen eines James Bulger oder einer Lady Di auf den verschwommenen, mit sekundengenauer Zeit versehenen Bildern werden zum indexikalischen Bild, das Zeugnis ablegt &amp;uuml;ber die Existenz der abgebildeten Personen bzw. &amp;uuml;ber die aufgezeichneten Vorg&amp;auml;nge, zumindest in dem Moment, in dem sie von jemandem betrachtet werden, und damit zu mehr als nur magnetisierten Videob&amp;auml;ndern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits l&amp;auml;&amp;szlig;t die Videoaufzeichnung den &amp;Uuml;berwachten auch zum blo&amp;szlig;en Objekt werden, der im Kaufhaus aufgezeichnete Kunde ist eben nicht Kunde, sondern in seiner bildhaften Darstellung h&amp;ouml;chstens potentieller Dieb, ein zu &amp;uuml;berwachender St&amp;ouml;rfaktor in der Kaufhauswelt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner von einem "Goldmann Weltraum Taschenbuch" inspirierten Story nimmt Welt am Draht eine Diskussion vorweg, die erst sp&amp;auml;ter in vollem Umfang ausdiskutiert werden sollte. Fassbinder fragt nach grundlegenden philosophischen Konzepten des Seins, der Realit&amp;auml;tswahrnehmung, und eben auch der Video&amp;uuml;berwachung. Er fragt nach dem Objektstatus von &amp;uuml;berwachten Subjekten und skizziert den Alptraum, als Individuum mit dem Glauben an seine eigenen Existenz lediglich einem Trugbild zum Opfer zu fallen (sicher nicht zuf&amp;auml;llig hei&amp;szlig;t der Supercomputer des Films Simulakron). Zahlreiche aktuelle Filme nehmen diese Thematik auf, von Cronenbergs ExistenZ &amp;uuml;ber Matrix von den Wachowsky Brothers oder Dark City von Alex Proyas. Ein R&amp;uuml;ckblick auf Fassbinders Werk bringt dem Zuschauer sicherlich einige neue Erkenntnissen, denn Fassbinder inszeniert zwar m&amp;ouml;glicherweise ein wenig langsamer als genannte Kollegen, daf&amp;uuml;r allerdings auch ein mit ein wenig mehr Tiefgang. &lt;br /&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 10:39:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>marcosolo</dc:creator>
      <dc:date>2002-08-10T10:39:54Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Zum 20. Todestag strahlt einsFestival diesen Kultfilm von 1973 nochmals aus</title>
      <link>http://weltamdraht.antville.org/stories/120195/</link>
      <description>&lt;img height="240" width="324" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/weltamdraht.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Willkommen zum Welt am Draht Diskussions-Forum&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="240" width="177" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/wad4.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Welt am Draht (1)&lt;/b&gt; Absoluter Kultfilm von Rainer Werner Fassbinder (bisher nur als TV Version)&lt;br /&gt;
Noch nie im Kino..... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 10.08.2002 | 09:02 - 10:35 | EinsFestival  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Welt am Draht (2)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 11.08.2002 |08:35- 10:22|EinsFestival &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="240" width="324" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/wad2.jpg" border="0" /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img height="240" width="324" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/wad3.jpg" border="0" /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img height="240" width="177" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/wad5.jpg" border="0" /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img height="240" width="177" src="http://www.antville.org/static/weltamdraht/images/wad6.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter topics und polls findet ihr weitere Diskusionsthemen und Abstimmungen zum Film und dem Aspekt&lt;br /&gt;
Viel Vergn&amp;uuml;gen&lt;br /&gt;
Marcosolo</description>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2002 09:05:50 GMT</pubDate>
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